Wie wir es schaffen, eine neue Beziehung direkt in Schieflage zu bringen

Wie wir es schaffen, eine neue Beziehung direkt zu Beginn in Schieflage zu bringen

Es ist wichtig, zu verstehen, dass du das bekommst, woran du denkst, ob du willst oder nicht. Und ständige Gedanken an Unerwünschtes bitten um entsprechende Erfahrungen und laden sie ein. Das ist das Gesetz der Anziehung (The Law of Attraction – Liebe – Von Esther und Jerry Hicks)

Wenn wir einen neuen Partner kennen lernen, stellt dieser meist ein großes Mysterium dar. Er ist wie ein weißes Blatt. Rein, unschuldig und vollkommen. Und genau diese Unschuld, diese Vollkommenheit, verunsichert uns. Wir beginnen, von einer Zukunft zu träumen, haben aber gleichzeitig auch Angst davor, da wir keine Vorstellung haben, was uns erwarten wird.

Wir schauen was die Zukunft bringt.“ Es wäre so einfach, wenn wir das Urvertrauen besitzen würden, dass alles immer gut wird für uns, wenn wir nur daran glaubten.

Den Schlüssel – die Antwort auf die vielen Fragen wie es wohl sein könnte – vermuten wir in der Vergangenheit des Anderen. Und anstatt die Vergangenheit ruhen zu lassen und unser eigenes Bild zu kreieren, stellen wir irgendwann die Frage. „Wie waren denn deine Beziehungen so?“

Wir denken, dass uns seine Vergangenheit mehr Aufschluss über seine Person gibt. Aber anstatt die wunderbare Erfahrung zu machen, ihn wirklich kennen zu lernen, mit eigenen Augen und Sinnen, beginnen wir, uns ein emotionales Grab zu schaufeln.

Die Vergangenheit hat eine Bedeutung

Die Vergangenheit eines Anderen kann uns eigentlich keine Auskunft über die Zukunft bringen. Sie ist unerheblich für unsere Zukunft mit ihm, sich mit ihr zu beschäftigen sorgt nur dafür, dass wir ungewollte Erwartungen entwickeln. Du führst nun diese Beziehung, und deine Erfahrungen können ganz anders sein, wenn du es nur zulässt.

Aber es brennt unter den Nägeln. „Wie war es denn so in deiner letzten Beziehung? Und diese Frage beinhaltet noch viele weitere Fragen: „Wie war SIE denn so? Wie warst DU denn so? Gibt es Anzeichen dafür, dass SIE die bessere Partnerin war? Gibt es Anzeichen, dass er SIE mehr geliebt hat? Gibt es im schlimmsten Falle Anzeichen dafür, dass er sie noch immer liebt? Dass er ihr nachtrauert? Wird seine Stimme melancholisch, wenn er von ihr erzählt? Gibt es eventuell auch noch Anzeichen dafür, dass er nicht treu war?“

Natürlich darf ein Foto von der Vergangenheit nicht fehlen. Entweder, um sich zu bestärken, weil die ja optisch gar nichts konnte, oder um sich runter zu ziehen und gleich wieder kleiner zu machen: „Was will der denn jetzt mit mir? Die Ex war ja viel hübscher.“

Früher musste man sich wenigstens noch anstrengen und heimlich die Schubladen durchwühlen, um ein Foto zu finden; heute gibt es Facebook und Google. Was mich wieder zu der Frage bringt, ob wir uns mit der digitalen Welt einen so großen Gefallen getan haben.

Das Fundament ist schon beschädigt

Eigentlich sorgt diese geistige Beschäftigung mit seiner Vergangenheit nur für eines: die Beziehung gerät direkt in Schieflage. Das Bild des Partners orientiert sich jetzt an einer Vergangenheit, die keine Relevanz mehr hat. Selbstzweifel kommen auf.

Wird er mich genau so lieben? Wir er mich auch betrügen? Kann ich ihren Level erreichen? Die sah so gut aus, und sie hat er ja schließlich auch verlassen; oder sie hat ihn verlassen, und er wünscht sie sich immer noch zurück, und ich bin jetzt nur das Mittel zum Zweck der Ablenkung. Damit die Wartezeit auf SIE nicht so lange wird.

Wir bauen damit unnötigen Druck auf. Wir stellen unsere Person direkt wieder unter einen Scheffel und machen uns klein, und verlieren das, was gemeinhin als Selbstwert bezeichnet wird.

Die falsche Grundannahme oder das instabile Fundament, das die meisten Menschen aufweisen, beruht ausnahmslos darauf, dass ihnen wichtig ist, was ein anderer von ihnen denkt. (The Law of Attraction – Liebe – Von Esther und Jerry Hicks)

Ein mangelndes Selbstwertgefühl, schafft in uns eine große Leere. Wenn wir dann nicht in der Lage sind, diesen Mangel durch eigene positive Gedanken wieder auszugleichen und dazu übergehen, unseren Partner zu bitten, für diesen Ausgleich zu sorgen, indem er uns unsere Wichtigkeit in seinem Leben bestätigt, geraten wir in SEINE emotionale Abhängigkeit. Uns dürstet es nach Ausführungen wie „Ich habe noch nie eine Frau so sehr geliebt wie dich. Du bist meine große Liebe. Mit dir will ich den Rest meines Lebens verbringen.“

Anmerkung: Da kann man sich gleich ein Plakat anfertigen lassen. Das wollen sie alle hören. Dann musst du das Plakat nur noch hochhalten und sparst dir die roten Ohren, wenn du lügst, um zu gefallen.

Armer Kerl eigentlich, denn ihm ist nicht bewusst, dass wir diese Wort mit ins Grundgesetz aufnehmen und sie ihm vielleicht eines Tages um die Ohren hauen: „DU hast gesagt du liebst mich! DU hast gesagt das du mich auf EWIG lieben wirst! Du gehörst MIR!“

Trachte erst nach Harmonie zwischen dir und Dir, bevor du dich mit anderen befasst. Und bitte nie einen anderen, dass er sein Verhalten ändern soll, damit du dich besser fühlst oder eine schönere Sicht der Dinge hast. Es gibt einfach zu viele bewegliche Teile, und es wird dir nicht gelingen. (The Law of Attraction – Liebe – Von Esther und Jerry Hicks)

Die Frage nach der Vergangenheit ist der Nährboden für Eifersucht und Misstrauen. Mit Eifer suchen wir nach Gegebenheiten uns schlecht zu fühlen im Hinblick auf Geschehnisse, die uns passieren könnten.

Wenn unser neuer Partner aber klug ist und die Vergangenheit als etwas absolut Unwichtiges für sein zukünftiges Leben erachtet und deshalb schweigt – der andere das aber nicht akzeptieren möchte, und seine Unsicherheit durch Informationen füllen möchte – dann sendet er permanent ein Signal „Um Information wird gebeten“ aus, und genau dieses Signal wird irgendwann erhört. Es gibt immer jemanden, der etwas zu erzählen hat und den Wunsch hegt, sich mitzuteilen und auf dieses Signal antwortet. Ob nun gefragt, oder ungefragt. Ob bewusst oder unbewusst, das ist unerheblich. Bitten wir um Informationen, so werden wir sie erhalten.

Lass dir nichts erzählen! Denn wenn du dir deiner Gedanken nicht bewusst bist, findet meist eine Programmierung selbiger statt, die du gar nicht willst

Etwas schwieriger ist es, völlig unvoreingenommen eine Beziehung einzugehen mit jemandem, den wir bereits von „früher“ kannten. Wir konnten diesen Menschen damals schon studieren, und nehmen diese Erkenntnisse nun gewollt oder ungewollt in die Beziehung mit auf. Wurden wir Zeuge, dass der neue Partner in einer damaligen Beziehung nicht treu war, sind wir vielleicht ungewollt verunsichert. Immerhin besteht die Möglichkeit, dass es uns genau so ergehen wird. Er hat es ja schon einmal getan. Dabei ist es Fakt, dass solche Schlüsse Nonsense sind, da die Auslöser für ein solches Verhalten in einer fremden Beziehung liegen.

Allein dieses „es könnte sein“ löst oftmals die Karte für das Kopfkino. Und wenn wir es immer wieder und wieder tun, wird daraus eines Tages etwas, das wir beginnen zu fühlen, und aus diesem Gefühl erwächst die Angst. Aus Ängsten werden Erwartungen, und wenn wir nicht irgendwann innehalten, werden daraus unsere Erfahrungen. „Meine schlimmsten Befürchtungen haben sich bestätigt. Er hat sich nicht geändert!“ Dabei vergessen wir, dass wir ihn unter Umständen – (Fakten, dass wir niemanden anziehen können, der zur Untreue neigt, wenn wir tief drin frei von dieser Erwartung sind, lasse ich jetzt außen vor. Das ist ein anderes Thema) – genau dazu gemacht haben, da er dummerweise einfach unseren Erwartungen gefolgt ist.

Die meisten von uns haben eine Vergangenheit mit einer anderen Person. Es wäre aber das Beste, das außer Acht zu lassen, oder noch besser, sich zu sagen; Ja, ich bin die erste Partnerin in dieser Beziehung mit MIR.

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