Wie, wann, wo und warum werden sich meine Wünsche erfüllen?

Entscheide dich für das WIE, oder die WIN-WIN Situation

Jetzt habe ich Zeit, und nun? Dafür gibt es ja kein Geld. Dafür bezahlt mich schließlich keiner.

Als erstes gilt es, grundlegende Dinge zu klären. Zum einen: Bist du ein Mann beziehungsweise eine Frau des Glaubens? Zum anderen: Kannst du dich gedanklich soweit aus den Angelegenheiten deines Unterbewusstseins heraushalten, dass es sich ungehindert ans Werk machen kann, oder spielt das WIE doch eine sehr große Rolle?

Das WIE interessiert uns in erster Linie immer dann, wenn wir von Ungeduld und Zukunftsängsten geplagt werden. Außerdem liegt es in der Natur der Dinge. Wir Menschen wären schließlich nicht so weit entwickelt, wenn es nicht unserem Wesen entspräche, ziemlich neugierig zu sein und den Dingen auf den Grund gehen zu wollen. Alles muss in gewisser Weise erklärbar sein. Wir möchten schon wissen, was abgeht, unter anderem auch,  weili es sich dann viel besser schlafen lässt. Dass das Unterbewusstsein Mittel und Wege kennt, mit denen wir in unseren kühnsten Träumen nicht rechnen würden, klingt schon toll, aber es ist nicht greifbar und entzieht sich daher oft unserer Vorstellungskraft.

Um nur einen paar Beispiele zu nennen:

Vorstellbare Wege – logisch erklärbar

  • Uns wird ein Kredit bewilligt  – Wir bekämpfen Schulden mit noch mehr Schulden. Logisch, aber nicht wünschenswert und kontraproduktiv.
  • Eltern, Freunde oder Bekannte springen ein – Wir bekämpfen Schulden mit noch mehr Schulden. Logisch, aber nicht wünschenswert und kontraproduktiv.
  • Wir finden 500 € auf der Straße –  Etwas fantastisch, aber in gewisser Weise vielleicht noch vorstellbar – Wobei wir hier schon beginnen, das zu hinterfragen. Wer trägt schon 500 € einfach so in der Tasche und verliert sie dann? Wann haben wir das letzte Mal davon gehört, dass es sich bei einem Anderen so zugetragen hat? Wie groß ist diese Chance?
  • Wir machen eine Erbschaft – Wobei es da auch schon wieder schwierig wird (hab ich jetzt Oma auf dem Gewissen??). Und wenn es sich um eine bis dato unbekannte Person handelt, wo soll die plötzlich herkommen, ohne dass ich etwas von ihrer Existenz wusste? Ein Thema, bei dem sich zur Logik die Moral hinzugesellt. Geld zu bekommen, dafür aber einen geliebten Menschen zu verlieren, hat unter Umständen einen schalen Beigeschmack. (Wir können im übrigen keinen Einfluss auf das Lebensende eines anderen nehmen. Niemals, never ever, vollkommen unmöglich)
  • Ein Lottogewinn – Wenn wir die Fußnoten außer Acht lassen, uns Gewinnchancen kalt lassen und wir einfach davon ausgehen, dass es sich bei uns um die 1 von 1:1.000.000 handelt.
  • Und so weiter

 

Unvorstellbare Wege, logisch nicht erklärbar. Obwohl es sich genau so zutragen könnte, da die Wege des Inneren Selbst unergründlich sind, – aber sie halten der Logik nicht stand.

  • Eine dir fremde Person kommt des Weges und schenkt ihr Geld.Warum? Warum sollte sie das tun? Das ist unlogisch! Niemand hat etwas zu verschenken, schon gar nicht Geld. Schon gar nicht mir ?Warum?
  • Der Kontostand hat sich einfach so erhöht.Warum? Das kann nur ein technischer Fehler sein. Das kann nicht echt sein. Morgen ist der Kontostand wieder normal.
  • In der Post befindet sich ein Scheck.Warum? Und vor allem, wofür und von wem? Ich habe nichts geleistet, für das ich einen Scheck hätte erwarten können.
  • Du erhältst eine Rückzahlung oder Nachzahlung. – Warum? Ich wüsste es, wenn ich eine Rückzahlung zu erwarten hätte. Wer sollte mir etwas zurückzahlen und warum?
  • Und so weiter

Auch wenn wir oft genug gelesen haben, dass es wichtig ist, ins Vertrauen zu gehen, in alle Richtungen offen zu sein, es einfach geschehen zu lassen und nicht zu denken, fordert uns unser logisches Denken viel zu häufig genau dazu auf, uns gedanklich damit zu beschäftigen, und somit die Wege zu beschränken.

Selbst die logisch nachvollziehbaren, erklärbaren Möglichkeiten werten wir noch weiter ab, indem wir uns über machbar und nicht machbar den Kopf zerbrechen, indem wir unter Umstanden nun abwägen, ob unsere Familie oder Freunde überhaupt die Mittel hätten uns zu helfen und dieses dann auch tun würden? Außerdem würden wir nur zu gerne wissen, wann sie denn an uns herantreten. Vor allem: kommen sie von alleine, oder müssen wir sie fragen? Ist mit Impulsen zu rechnen? Außerdem möchten wir eigentlich niemanden anbetteln. Das bisschen Stolz, das uns geblieben ist, wollen wir uns vielleicht noch bewahren, und eigentlich auch niemanden etwas schuldig sein. Und so haben wir, ohne es bewusst zu wollen, schon wieder Fallstrick um Fallstrick gespannt und das Unterbewusstsein, innere Selbst, Universum oder wie auch immer man es nennen möchte, in seinem unendlichem Spektrum an Möglichkeiten kastriert.

Stell dir vor, du gehst in ein Lokal und sagst „Ich habe Hunger. Ich möchte etwas zu essen! Du sagst dem Kellner, dass du grundlegend für alles offen bist, und er nimmt die Bestellung auch so entgegen. Das Ziel ist es, dich satt zu bekommen. Und während der Koch sich ans Werk macht, beginnst du nachzudenken, wie dein Hunger gestillt werden könnte, und landest am Ende in Gedanken bei einer Scheibe Brot mit Butter. Zwar nicht sehr schmackhaft, aber es wäre etwas zu essen. Und dann beginnst du zu warten, bis du gedanklich vollkommen auf Brot mit Butter fixiert bist. Währenddessen hat der Koch für dich ein üppiges Mal kreiert. Er hat alles, was ihm direkt zur Verfügung stand genommen, um dir eine wahre Gaumenfreude zu bereiten. Nur Brot, das hatte er nicht sofort da, und er versteht auch nicht, warum du das, was er direkt auf den Tisch gezaubert hat, nicht essen willst. Und so brüllst du dem Keller, der mit einem Tablett voller Köstlichkeiten auf dem Weg zu dir ist, entgegen „Geh weg! Brot! Ich kann nur Brot essen! Ich will nur Brot!

Geschichten die mein Leben schrieb

Als ich damals nach Amerika wollte, dachte ich auch nur an Brot. Bis der Kellner irgendwann drauf bestanden hat, dass ich endlich mal das Steak probiere.

Mit anderen Worten: Ich wollte unbedingt nach Amerika fliegen, und ließ mich von dem Gedanken daran kein Stück abbringen. Und so sass ich Tag für Tag da und schaute nach Flügen, die ich mir nicht leisten konnte, und suchte nach Lösungen, die sich aber alle nur um Geld drehten. Das ging über Wochen so. In meinem Denken war ich vollkommen festgefahren. Zu Fliegen war bei mir unmittelbar damit verbunden, dass es Geld kostet, und Geld hatte ich nicht. Bis dann eines Tages mein Chef zu mir kam, mir zwei Fluggutscheine auf den Tisch legte und sagte „Hier, du wolltest doch fliegen! Ich brauche sie nicht!“ Als ich das Gültigkeitsdatum auf den Gutscheinen sah, musste ich innerlich laut auflachen. Gültig waren sie auf den Tag genau bis zu meinem Geburtstag. Mein Wunsch zu Fliegen erfüllte sich einfach so, ganz unabhängig von Geld.

Die Frage nach dem WIE, WER, WARUM und ist es logisch nachvollziehbar, ist also niemals eine WIN – WIN Situation. Sie ist das genaue Gegenteil, wenn es darum geht, für Erleichterung in unserem Leben zu sorgen. Was wir gewinnen, ist eine Vielzahl von Blockaden, die nur den Zweck erfüllen, alles unnötig in die Länge zu ziehen. Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht. Warum es einfach geschehen lassen, wenn wir doch genügend freie Gedankenkapazität für banges Warten haben.

Jetzt ist die Frage mit der Zeit zwar immer noch nicht beantwortet, aber dazu gilt es erst einmal, die Frage zu beantworten die ich zu Anfang stellte. Bist du ein Mann bzw. eine Frau des Glaubens? Genau aus dieser Antwort lassen sich Rückschlüsse ziehen, warum wir so sehr auf das WIE fixiert sind.

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