If I Could Turn Back Time – wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte

Die Vergangenheit ist vergangen, und ich würde sie so gerne zurück drehen können. Ach, hätte ich doch nur…… Ach, hätte ich doch mal…..

If I Could Turn Back Time – wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte

Ein „Pause And Repeat Button“ für den täglichen Gebrauch meines Lebens. Das wäre es!

Mal Hand aufs Herz: Wer wünscht sich das nicht? Insbesondere dann, wenn es darum geht, dass wir – mangels Zeit, uns eine Antwort zu überlegen – irgendwelchen Blödsinn von uns gegeben haben.

Ich beim Duschen:- 5% Waschen, 10% Singen, 10% Shampoo im Auge, 75% Argumente ausdenken für vergangene Diskussionen!

Das habe ich oft, und ich weiß, dass ich vielleicht der einzige Mensch auf der Welt bin, bei dem das Gesetz der Anziehung nicht funktioniert; aber mit diesem Denken bin ich definitiv nicht allein. Besonders, wenn es darum geht, dass wir, wenn wir uns rückblickend vorstellen, dass wir mit den passenden (im Nachhinein gefundenen) Worten eine komplett andere Realität erfahren hätten, die uns in Herzensangelegenheiten vielleicht schon viel näher ans Ziel gebracht hätten. Auch, wenn diese Realität nüchtern betrachtet wird und offenbar nicht für uns bestimmt ist zu dem Zeitpunkt. Wenn es hätte so sein wollen, dann wären wir genau da.

Wenn dir der süsse Typ einen Flyer mit den Worten in die Hand drückt: „Hier alle Telefonnummern drauf “, du brav danke sagst und nur Stunden später mit dem Kopf auf dem Tisch liegst, weil du dann in Gedanken die Situation noch einmal durchgespielt hast, und dabei ganz schlagfertig anstatt „danke, auch deine Nummer?“ gefragt hast, dann wäre ein Repeat Button das Nonplusultra.

Ach, hätte ich doch nur…… Ach, hätte ich doch mal….. sind ein Garant für einen ziemlich hohen Frustfaktor. Natürlich gibt es die Option, dass sich eine solche Situation wieder ergibt. Natürlich kann es sein, dass wieder nichts bei rumkommt, weil wir erneut in Schockstarre verfallen sind und nur unsinniges Zeug von uns gaben.

Es kann aber auch sein, dass die Chance unwiederbringlich vertan ist. Wobei es das ja angeblich nicht gibt – und in dem Fall kann man auch nicht von Chancen sprechen, sondern nur von Erfahrungen, die wir einfach nicht gemacht haben – da das Universum, Innere Selbst oder Unterbewusstsein uns immer genau das liefert, was wir brauchen, und was das ist, weiß es außerdem viel besser. Aber trotzdem, ich weiß nicht, wie genau diese Realität ausgesehen hätte; ich für meinen Teil hätte sie aber gerne mal ausprobiert und mir ein eigenes Urteil darüber gebildet, ob es gut oder schlecht ist.

Ich habe im Geiste schon sehr erfüllende Gespräche geführt. Ich bin dann endlich schlagfertig und kann mir die Reaktion des anderen so intensiv vorstellen, als wäre dieses Gespäch wirklich geführt worden. Ich triumphiere innerlich, und es fühlt sich großartig an, obwohl es nur meiner Fantasie entspringt.

Und…… anstatt den Blick in die Zukunft und auf das Hier und Jetzt zu richten, lebe ich in der Vergangenheit – halte an ihr fest und verweile.

Wobei, wenn man crazy Seth da glauben schenken darf, davon auszugehen ist, dass es eine Parallelrealität bzw. ein Paralleluniversum gibt, in dem wir genau so gehandelt haben, wie wir es in unserer Vorstellung durchgespielt haben, und welches sich auf dieser Basis weiterentwickelt. Das jetzt zu vertiefen, läßt die Gedanken konfus werden und wirft viel zu viele Fragen auf. „Was war zuerst? Der Gedanke an eine schlagfertige Antwort, der jetzt in der Vergangenheit diese Realität kreiert hat? Oder war der Gedanke an eine schlagfertige Antwort der Bruchteil des Wissens über die Existenz einer weiteren Realität? Und kann ich wirklich mal einen Blick drauf werfen? Und wie stelle ich das an? Kann ich das dann zu meiner bewussten Realität machen, wenn es mir gefällt?

Das Universum weiß eigentlich gar nicht, was vor sich geht, und es besteht aus Billionen von Milliarden von Millionen Möglichkeiten. Zu jeder einzelnen davon könnte es werden, wenn man ein trainiertes Bewusstsein mit Quantengewissheit in den Spalt schiebt und hebelt. Terry Pratchett

Fragen über Fragen – Ich begnüge mich erst einmal damit, mich mit dieser Realität zu beschäftigen und versuche sie zu verstehen, ehe ich mich solchen Fragen widme. Das spare ich mir für ein anderes Leben auf.

If I Could Turn Back Time – wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte

Noch dringender wird dieser Wunsch, die Zeit zurückspulen zu können, nach unangenehmen, hässlichen Situationen.

Wenn wir vielleicht feststellen, dass wir etwas missverstanden haben, und dann am Ende wissen, was die richtige Antwort gewesen wäre, und wir uns jetzt wirklich ärgern, dass wir nun auf einem Schlachtfeld stehen und nicht auf einer friedvollen Blumenwiese. Alles nur, weil wir einen der häufigsten menschlichen Fehler gemacht haben „Erst handeln, dann denken.“ und nicht wie es sein sollte „Erst denken, dann handeln.“

Impulsives Handeln bedeutet in diesem Sinne nicht, einem Impuls zu folgen. Das sind Situationen, in denen wir vollkommen impulsiv, hitzig und kopflos reagiert haben. Hinterher fällt uns häufig eine bessere, eine besonnenere, ja auch schlagfertigere Antwort ein, die sich wesentlich besser anfühlt.

Unter Umständen haben wir Dinge gesagt, die wir, wenn wir später drüber nachdenken, nicht so meinten, und wir würden sie gerne zurück nehmen. Wir denken, dass unsere Antworten unbedacht und dumm waren. Dasswir jemanden verletzten und es uns nachher leid tut, und das gar nicht wollten. Natürlich kann ich um Verzeihung bitten, kann auch mir verzeihen, aber die Worte bleiben ausgesprochen und sind haften geblieben.

Hast du schon mal auf eine Art und Weise reagiert, ohne dass du es wirklich wolltest. Dann hast du die Macht der Einflussnahme einer anderen Person auf dich erlebt.

Du kannst niemanden verletzen, der nicht auch erwartet, verletzt zu werden.

Das sind für mich Thesen, die ich in dem Fall so nicht akzeptieren möchte, und auch kein Argument. Und selbst wenn dem so ist, dann muss ich ja nicht die ausführende Instanz sein. Es widerstrebt dem, was ich möchte.

Auch wenn es heißt, dass es immer gut ist, wie es jetzt ist, und dass wir vielleicht irgendwann rückblickend erkennen, dass es immer gut für uns war – unmittelbar danach fühlt es sich scheusslich an.

Etwas, das mir nachweislich in Bezug auf Streitsituationen geholfen hat, war jeden Tag diesen Satz in mein kleines Buch zu schreiben „ICH BIN RUHIG UND BESONNEN. Ich möchte die Erfahrungen anziehen, die mir dabei helfen!“

Es hat etwas gedauert bis sich die ersten Resultate gezeigt haben – ich habe wirklich lange sehr viel Streit erfahren dürfen – und interessanter Weise ist es nicht so, dass ich in Streitsituationen gelassener bleibe. Besser noch – denn oft erfüllen sich Affirmationen nicht wortwörtlich – häufig ändern sich direkt die Umstände, so dass die Situationen, die sonst ein Garant für Streit waren, erst gar nicht zustande kommen, und wenn doch, dann bleibe ich ruhig und besonnen. Fast immer zumindest.

In Bezug auf süße Typen und Telefonnummern muss ich mir wohl noch eine passende Affirmation einfallen lassen.

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