Was ist Liebe

Fern ab von Wikipedia und Co, was ist die wahre Definition von Liebe?

Was du über dich selbst denkst, wird deine Wahrnehmung beeinflussen. Wenn du „schlecht“ über dich denkst, wirst du jede Äußerung deines Partners sezieren und in diesem Lichte sehen, unabhängig davon, was eigentlich gemeint war. Wirklich positiv gemeinte Äußerungen werden entweder einfach ausgeblendet oder so verzerrt wahrgenommen, dass letztendlich immer noch das Bild entsteht, das du von dir selbst hast. Der Spiegel!

Wie auch immer, deine Wahrnehmung erzeugt deine gelebte Wirklichkeit, und deine Filter sind hoch aktiv. So gesehen kann man dir Liebe geben, so viel man will, sie wird nicht erkannt, wenn du dich nicht als liebenswert siehst.

Zu einem sicher gleichen Anteil wirst du auch Verhaltensweisen anziehen, die deinem Muster entsprechen. Auch wenn du äußerlich gar nicht willst, was du bekommst, ist dein Schwingungsmuster darauf gepolt, auch wenn es dir nicht bewusst ist. Du bekommst, was du, bewusst oder nicht, erwartest oder glaubst, zu verdienen.

Es steckt alles in uns. Selbst der friedlichste Mensch kann zum Untier werden unter den geigneten Umständen. Es ist immer eine Wahl, so hoffen wir, aber manchmal hat man nicht die Wahl, wenn man nicht entschieden hat, wer man selbst ist. Und selbst wenn man entschieden hat, muss man lange üben, bis es zur zweiten Natur wird. Dann, und nur dann, kann dich niemand mehr überzeugen, Verhaltensweisen an den Tag zu legen, die dir fremd sind. Hast du ein instabiles, unentschiedenes oder ungeübtes Muster, dann überwiegt das stärkste Muster.

In einer idealisierten Version ist Liebe, alles zu geben, was du an Liebe hast, und dich nicht darum zu scheren, was zurück kommt, einfach weil du es nicht brauchst. Wenn du bedingungslos liebst, fließt deine Liebe durch dich hindurch zum Subjekt deiner Liebe, und mehr brauchst du nicht. Die Liebe, die dir dein Partner gibthat für dich direkt keine Bedeutung außer vielleicht dann, wenn du dich darüber freust, dass nun auch Liebe durch ihn fließt: Seine Liebe, nicht deine.

Bin ich Liebe, oder bin ich Zorn? Nicht etwas tun oder haben (ich liebe, ich hasse…..), sondern es sein, das ist die Frage. Ich habe mich entschieden, Liebe zu sein, nicht welche zu haben. Sein oder nicht sein, das ist hier die Frage (Shakespeare).

 

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Im Grunde genommen ist das mit der Liebe in unserer primitiven Gesellschaft ein Vertrag. Oft läuft es darauf hinaus: Ich liebe dich (zumindest sage ich es oft), also musst du mich auch lieben (zumindest musst du es oft sagen), und überhaupt alles unterlassen, was mich verletzen könnte. Was das ist, bestimme ich nach Tageslage und Laune, also sei vorsichtig.  Wenn du mich liebst, kannst du dies nicht machen, das nicht denken, jenes nicht in Betracht ziehen. Deine Bedürfnisse und Vorlieben haben sich nach meinen Empfindlichkeiten zu richten. Eine ganz beliebte Technik ist: Stell dir mal vor, ich würde (insert stupid idea of choice) tun, was würdest du da empfinden? Solche „Liebe“ ist eher eine Beleidigung und hat viel mehr mit Kontrolle zu tun, ist eher von Verlustangst geprägt als von wahrer Zuneigung. Ich werde dich so lange lieben, wie du beweisen kannst, dass du mich liebst.

Ein Kommentar:

  1. Heike Kreikebaum

    Hallo, es ist schön geschrieben.
    Habe mich voll darin wieder erkannt, und bin nun verwirrt.

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