Vergiss die Vergangenheit – das Denken der Gedanken

Ein Leben ohne Vergangenheit

Darf ich mich jetzt nicht mehr erinnern? Mir ist aufgefallen, dass ich in der letzten Zeit alleine dadurch, dass ich an Vergangenes gedacht habe, einiges unbeabsichtigt aktiviert habe.

Darf ich keine Vergangenheit haben und von ihr erzählen? Die Vergangenheit ist vergangen, schon klar, aber auf ihre eigene Art doch existent. Ich weiss, dass es dem Universum / inneren Selbst egal ist, ob ich mich an etwas erinnere, an etwas denke, oder in die Zukunft projiziere. Law of Attraction ist fleissig am Werk, aber ich war bis dato davon ausgegangen, dass ich meine Gedanken nicht alle kontrollieren muss. Aber derzeit fühlt es sich so an, als ob genau das der Fall wäre.

Sie spürte die Erinnerungen, wie alte Fakten, die jetzt erst aus den dunklen Kellern des Vergessens krochen.

Dass ich dazu fähig bin, Personen anzuziehen, wusste ich schon eher. Ich hatte vor längerer Zeit mal einen Artikel darüber geschrieben, dass meine Ex-Freunde, von denen ich mir gewünscht hatte, dass sie zurück kommen mögen, tatsächlich zurück kamen. Alle! Ohne Ausnahme.

Ich hatte es tatsächlich geschafft, los zu lassen. Und um einmal das Wort „loslassen“ hier mit einfachen Worten zu definieren, ich hatte sie schlichtweg vergessen. Bei dem einen dauerte es was länger, bei dem andern ging es schneller.

Der Haken an der Sache ist: Wenn du jemanden vergessen hast, bedeutet das im Umkehrschluss auch, dass das Interesse an der Person meist auch auf Null gesunken ist. So kann ich für meinen Teil sagen, ich wollte die dann gar nicht mehr. Sei es, dass ich in einer anderen Beziehung vermeintlich glücklich war, oder dass das Bild vom Traumprinzen sich inzwischen neutralisiert hatte und er nicht mehr das war, was ich damals in ihm gesehen hatte.

Das ganze hinterher trauern und zurück wünschen war nüchtern betrachtet, „verschwendete“ Energie, aber das wusste ich ja vorher nicht. Ich hatte auch diese Gedanken: „Das ist der Mann fürs Leben – Ich werde ihn immer lieben und ewig auf ihn warten – Ohne ihn kann ich nicht leben und das Leben ist sinnlos.“ Und was war? Mein Leben ist trotzdem weiter gegangen. Auch ohne Wunschobjekt, und das nicht unbedingt schlechter. Und so war es gut, so wie es war. Sie kamen zwar alle wieder, aber meine Gefühle halt nicht. Die waren einfach weg. Was grundsätzlich natürlich nicht ausschließt, dass sie nicht hätten wieder kommen können.

Ja, ich weiss. Ich bin da die Ausnahme, und daher ist das nur bei mir so gewesen. Bei den meisten anderen sind es wahre Traumprinzen, und wahrhafte Gefühle auf Lebenszeit. Von daher kann soviel Zeit ins Land gehen wie will, die Gefühle währen ewig. Ich sehe das ein. Ich bin da ein Einzelfall.

Und da ich noch nicht heraus gefunden habe, wie das mit dem neutralen Erinnern funktioniert, stelle ich das Denken an dieser Stelle lieber ein. Nicht, dass ich in den folgenden Tagen einige seltsame Begegnungen habe. Die an die Erinnerungen verknüpften Personen dürfen gerne an dem Ort verweilen, wo der Pfeffer fröhlich vor sich hin gedeiht.

 

Wenn der Kerl nicht freiwillig kommt, dann zieh ich ihn halt an

Als kleines Anekdötchen sei hier gesagt – so fand ich zum Gesetz der Anziehung. Und ich glaube, damit bin ich nicht alleine. „Wenn der Kerl nicht freiwillig kommt, dann zieh ich ihn halt an – kann ja nicht so schwer sein.“ Hat natürlich so gar nicht geklappt, und trotzdem bin ich beim GDA geblieben.

Ich werde das in Zukunft wohl noch öfter so sagen, und auch ich musste begreifen, dass das Gesetz der Anziehung kein Zauber für eine Partnerrückführung ist.

Du musst verstehen und akzeptieren, dass Du wirklich nicht wissen kannst, was in dem Anderen vor sich geht. Daher ist es besser, darauf zu verzichten, zu interpretieren und zu mutmassen, was ein Anderer fühlt. Die Worte eines Anderen drücken nicht immer das aus, was wirklich an Emotionen dahinter steckt. Dich in jemanden „hinein zu denken“, das, was ein Anderer denkt und fühlt, zu erforschen und zu verstehen, sorgt meistens nur dafür, dass du immer mehr aus deinem inneren Gleichgewicht kommst.

Sorg dafür, dass du dich gut fühlst – unabhängig von Gegebenheiten und Menschen. Nur darauf richte deine Aufmerksamkeit. Tue das, was du für dich als wichtig empfindest und bleib du selbst. Alles, was dir widerfährt und was du erlebst, geschieht meist nicht ohne Grund, und egal wie schmerzhaft die Situation auf den ersten Blick zu sein scheint, sie kann der Wegbereiter zu deiner Inneren Zufriedenheit sein.

Also schmeiss dein Telefon weg! Dann kannst du nicht mehr drauf schauen und dich entspannen. Wenn es jedoch genug Entschuldigungen gibt, das nicht zu tun, hör wenigstens auf, es zu hypnotisieren. Das ist nur ein Ding aus elektronischen Bauteilen, und du musst nicht ständig das Display aktivieren. Davon geht es irgendwann nur kaputt. Das meldet sich schon, wenn es was zu melden gibt. Kauf dir lieber eine Blume und hypnotisier die. Da wirst du mehr Erfolge verbuchen können und es ist wesentlich entspannender.

Lösche die Nummer – das habe ich auch getan. Komplett. Aus den Anruflisten, den SMS und den kompletten Chat in der Überwachungs-App. Die ersten Tage wirst du wie ein Tiger im Käfig deine Runden in deinem Zimmer drehen, aber irgendwann hört das auch auf. Das kann ich fast garantieren. Sei stark Tiger!

Das mit der Überwachungsapp, bzw. Whats app fällt schwer, und der Gedanke macht ganz schön feuchte Hände. Es ist in dem Falle nur zu deinem Besten – oder gibt es einen wirklich plausiblen Grund, wissen zu müssen, wann der Andere online war. Es sei den, du möchtest dich quälen, indem du zur modernen Stasi wirst und dich mit Gedanken auseinander setzten musst, mit wem der Andere gerade schreibt, denn er ist ja online, und warum er auf deine Nachricht nicht antwortet – immerhin sind die Häkchen blau.

Ich spreche da im Übrigen aus Erfahrung. Die App hat es in sich, und ich frage mich, ob es schon Statistiken darüber gibt, zu wie vielen hässlichen Streitigkeiten diese kleinen, blauen, unschuldig wirkenden Häkchen bereits geführt haben?

Also Nummer weg, Chat löschen und schreib sie nirgends auf. Wenn du sie wieder bekommen sollst, dann wird sich ein Weg finden – Oder auch nicht. Und wenn der letzte Satz jetzt gerade dafür gesorgt hat, dass sich dein Magen auf unangenehme Art zusammen gezogen hat, dann bedeutet das nur, dass du ganz weit entfernt bist von dem, was am aller wichtigsten ist. Vertrauen! In dich! In dein Leben! In deine innere Führung! Darauf, dass alles gut wird, und darauf, dass sich alles immer gut für dich entwickeln wird.

In dem Sinne – fröhliches Erschaffen und denk mal mehr an dich!

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Ein Kommentar:

  1. Hallo Tina!
    Ich gebe dir zu 100 % recht, dass wir es nicht wissen können, was in dem anderen vorgeht. Und trotzdem mutmaßen wir und interpretieren in Gesprächen munter hinein, warum der andere jetzt so reagiert und nicht anders.
    Ich bin auch dafür, sich nur noch um sich und sein Wohlbefinden zu kümmern. Da arbeite ich gerade dran, allerdings mit dem Vorlauf, meinem Gegenüber meinen emotionalen Bauplan zu erklären, damit keine Interpretationen aufkommen und die Lage nur noch verkomplizieren.
    Ein ziemlicher Brocken an Arbeit manchmal. So, ich muss jetzt eine Weile unters Sauerstoffzelt
    LG und gute Entspannung beim Vergessen!

    Sybille

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