Jeder Tag, ein neuer Anfang. Werde van Gogh!

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Wo beginnt die Geschichte?

Eigentlich gibt es nur wenige Anfänge. Natürlich hat es oft den Anschein, als finge etwas an. Der Vorhang geht auf, der erste Bauer wird bewegt, der erste Schuss wird abgefeuert – vermutlich vom ersten Bauern.

Aber das ist nicht der Anfang. Das Bühnenstück, die Schachpartie und der Krieg…. Es sind nur kleine Glieder in einer Kette von Ereignissen, die sich Tausende von Jahren weit in die Vergangenheit erstrecken. Es gibt immer in Vorher. Und immer kann man den Hinweis Lesen Sie Weiter anbringen.

Ein großer Teil des menschlichen Einfallsreichtums ist in die Suche nach dem endgültigen Vorher investiert worden.

Der gegenwärtige Wissenstand lässt sich folgendermaßen ausdrücken: Am Anfang gab es nichts, und es explodierte.

Andere Theorien in Bezug auf den Beginn aller Anfänge betreffen Götter, die das Universum aus den Rippen, Eingeweiden oder Hoden ihres Vaters schufen. An solchen Hypothesen mangelt es nicht. Sie sind sehr interessant, aber nicht aufgrund ihrer kosmologischen Informationen, sondern weil sie über die Menschen Auskunft geben. He, Jungs: Woraus hat man eure Stadt errichtet?

(aus Lords und Ladies, von Terry Pratchett)

Wo ich schon mal bei den Neuanfängen bin:

Ein neuer Anfang – warum nicht? Jeder Tag kann ein neuer Anfang sein. Jeder Tag gibt uns die Möglichkeit, es noch einmal zu probieren – von vorne zu beginnen und es besser zu machen. An jedem Tag, eigentlich sogar in jedem Moment, haben wir die Chance auf einen Neuanfang. Es ist nicht wie in einem Computerspiel, in dem irgendwann alle Leben verbraucht sind und das Spiel und damit das Leben endgültig verwirkt sind. Die Anzahl der Versuche und Neuanfänge ist unbegrenzt.

Geben wir jedem Moment die Gelegenheit, sich als bipolar zu erweisen. Nach einem traurigen, depressiven Moment darf, kann und sollte sogar, immer die Möglichkeit gegeben sein, einen himmelhoch jauchzenden Moment zu erleben. Geben wir jedem Moment, jeder Sekunde, jedem Tag die Chance, unser ganz persönlicher Neuanfang zu werden, den wir uns aus tiefsten Herzen wünschen – und damit auch die Gelegenheit, einer der unzähligen, schönsten Momenten in unserem Leben zu sein.

Ich glaube daran. Ich frage nicht mehr nach dem Warum; vielmehr sehe ich das Ergebnis als Antwort auf eine Frage bzw. eine Bitte, und dass es, so wie es ist, gut und richtig ist.

Mach dich frei von alten, unangenehmen Erinnerungen. Die Vergangenheit ist vergangen. Warum ihr also noch kostbare Energie zukommen lassen, wenn diese sich viel besser für die Zukunft verwenden lässt? Sieh das Morgen nicht als etwas an, das noch schlimmer kommen kann.

Wir brauchen nicht so fortzuleben, wie wir gestern gelebt haben. Machen wir uns von dieser Anschauung los, und tausend Möglichkeiten laden uns zu neuem Leben ein. Christian Morgenstern

Stell dir jedes einzelne Morgen als ein weißes Blatt Papier vor und nimm ihm damit seinen Schrecken. Mal ehrlich – niemand hat Angst vor einem weißen Blatt Papier. Die einzige Ausnahme bildet vielleicht ein weißes, unberührtes Blatt am Ende einer Prüfung. Aber ansonsten erschreckt man sich nicht, wenn man zufällig eines sieht.

Leg dich schlafen und freue dich darauf, dass du dieses weiße Blatt am nächsten Tag mit all dem, was du dir wünschst, mit all dem, was dir Freude bereitet, füllen darfst. Du hast die Macht, das Morgen in ein wundervolles, in bunten, fröhlichen Farben gemaltes, Gemälde zu verwandeln. Dir steht die komplette Farbpalette zur Verfügung. Du musst nicht alles schwarz malen. Probier es doch mal mit gelb.

Viele Leute vergleichen das Leben mit einem Punkt, der von der Vergangenheit in die Zukunft gleitet und dabei eine Art mentalen Kometenschweif aus Erinnerungen hinter sich zurücklässt.

Befreie dich von der Vorstellung, dass es Auswirkungen gibt, die nicht aufzuhalten sind, und damit unweigerlich schon auf das weiße Blatt Morgen übertragen worden sind. Jedes Morgen ist ein weißes, reines, unschuldiges Blatt Papier. Leg dich schlafen mit der Gewissheit, dass nichts Altes von vergangenen Morgen durchgedruckt ist.

Wenn du natürlich schwarz malen und an unaufhaltsame Auswirkungen in deinem Leben glauben möchtest, daran, dass es etwas gibt, das dein Schicksal beeinträchtigt; wenn du daran glauben möchtest, dass es eine höhere Macht gibt, die dich fremdbestimmt, und der du einfach ausgeliefert bist; wenn du daran glaubst, dass es Ungerechtigkeit gibt, und böse Menschen, die dir einfach nichts Gutes wollen, dann empfehle ich dir, weiter zu den dunklen Farben zu greifen. Kopiere die Gemälde deiner Vergangenheit jeden Tag aufs Neue eins zu eins. Am Besten erinnerst- und beklagst du dich kräftig über widerfahrenes Unrecht und bedauerst dich eine Runde dafür, dass das Schicksal dich auf dem Kieker hat. Dass da niemand ist, der dich lieb hat, und noch dazu, dass sich niemand erbarmt, endlich mal dafür zu sorgen, dass du dich gut fühlst.

Das Schicksal gewinnt. So sagt man jedenfalls. Was auch immer passiert: Hinterher heißt es, dass es Schicksal gewesen sein muss. In dieser Hinsicht sind die Leute ein wenig verwirrt, ebenso bei Wundern. Wird jemand durch eine sonderbare Verkettung von Umständen vor dem sicheren Tod gerettet, spricht man von einem Wunder. Doch wenn eine unglückliche Folge von Ereignissen jemanden umbringt – hier ein Ölfleck und dort eine Lücke in der Leitplanke -, so ist das ebenfalls ein Wunder. Der Vorgang wird nicht weniger wundersam, nur weil er uns nicht gefällt.

Wir müssen Negatives nicht wieder auf dieses Blatt übertragen. Es sei denn, wir sind einfach so einfallslos und wollen gar nichts anderes erleben. Wir wollen wieder in düsteren Farben malen, anstatt zum Picasso unseres Lebens zu werden.

Und wenn du dich mal wieder in den Farben vergriffen und ein dunkles, düsteres Heute gemalt hast, dann halte dir vor Augen, dass die weisse Tünche der Nacht sich auch über dieses Bild legen wird und das Morgen sich dir wieder unschuldig und rein präsentieren wird. Du kannst es nicht dauerhaft versauen – nur wenn du es willst.

Mit ein Wenig Übung kannst du das, was dir gefiel, mühelos wieder auftragen, es ergänzen und erweitern. Mit jedem Mal wirst du immer besser werden, und die dunklen Farben werden eines Tages in deinem Malkasten komplett eingetrocknet sein. So wirst du am Ende dieses Lebens und Seins eine farbenfrohe Galerie deines Lebens erschaffen haben, auf die du mit Freude und Stolz zurückblicken kannst.

 

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2 Kommentare:

  1. Liebe Tina, danke für die Auffrischung meiner Gedanken! Ich glaub, das größte Handicap von uns Menschen ist, dass wir meinen, das Gestern ist unveränderlich und wirkt sich auf das Heute aus. Und so erzählen wir uns immer und immer wieder die gleiche Geschichte und erleben logischerweise auch immer und immer wieder das Gleiche.
    Mir gelingt es noch nicht immer, aber wenn ich mir am Morgen fest vornehme, das heute ein neuer Tag und eine neue Chance ist, klappt es wesentlich besser. Es ist nur eine Frage der Entscheidung: Was will ich HEUTE?
    LG und auf ein Neues!
    Sybille

    • Danke für deine Nachricht.
      Ich werde mir jeden Tag bewusster was ich möchte. Ich habe halt grosse Fragezeichen im Kopf, wenn es um die Umsetzung geht.

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