Abrakadabra – einen Job wünschen mit dem Gesetz der Anziehung

November 2015 – Seit über einem Jahr hatte ich kein Wort mehr gebloggt, geschweige denn am meinem Buch geschrieben. Stattdessen sammelte ich unaufhörlich Erfahrungen darin, warum das Gesetz der Anziehung zwar schön und gut ist, aber in Punkto Liebe besser nicht angewandt werden sollte.

Kurz gesagt – Ich saß nichtstuend zu Hause und hangelte mich von Tag zu Tag. Da ich inzwischen völlig planlos war, wie sich mein Leben entwickeln könnte, und auch nicht daran glauben konnte, dass das Geld einfach so vom Himmel fällt, machte ich mir jetzt Gedanken, wie ich einen passenden Job für mich finden sollte.

Ich erinnerte mich immer wieder daran, was Michael mir von seiner damaligen Auswanderung nach England erzählt hatte. Wie er sich zurück lehnte im vollen Vertrauen darauf, dass ein Job, der ihm erst einmal helfen würde, Fuß zu fassen, zu ihm kommen würde. Wie dann tatsächlich ein solcher Job an ihn herangetragen wurde. Ein Job, der ihm eigentlich nicht lag, den er aber annahm, immer in dem Wissen und dem Glauben daran, dass dieser nur eine Brücke war. Er vertraute darauf, dass jetzt auch noch das Angebot kommen würde, auf das er wartete, und ihm genau das bot, was er sich wünschte.

Er nahm diesen Übergangsjob an, erledigte ihn nicht halbherzig und voller Ablehnung, sondern machte seinen Frieden mit der Situation. Universum wird es schon regeln. Und Universum hat für ihn alles geregelt, ohne dass er suchen musste. Das, was er sich wünschte, wurde ihm geradewegs auf einem silbernen Tablett angeboten.

Ich begann daran zu glauben, dass es mir genau so ergehen könnte. Und mein Glaube wurde zu meiner Realität. Ende 2015 vermittelte mir eine Freundin einen Job. Zwar war er nicht mein Traumjob, aber ich hätte das Wort Traumjob zu dem Zeitpunkt eh nicht definieren können.

Vom Tellerwäscher zum Millionär

Gesellschaftlich war ich auf der Karriereleiter nun ganz unten angekommen. Hinter anderen Menschen her zu putzen oder ihre schmutzigen Teller zu spülen, und das bei sehr geringer Bezahlung, ist nicht gerade eine erfüllende Tätigkeit. Ich machte jedoch meinen Frieden mit der Situation. Jedes Mal, wenn ich meiner recht eintönigen Arbeit nachging, rief ich mir die Redewendung „Vom Tellerwäscher zum Millionär“ ins Gedächtnis. Immer wieder sagte ich mir vor: „Ein Job, der meiner Qualifikation entspricht, wird mich finden. Ein Job, in dem ich Wertschätzung für meine Arbeit und das, was ich kann, erfahren werde, wird mich finden. Ich weiss zwar nicht, was genau das sein wird und wie mich dieser Job finden wird, aber ich weiss ganz genau, dass das Universum mir einen solchen Job liefern wird.“

Diese Gedanken waren sehr tröstend und beruhigend. Irgendwann dachte ich sie nicht nicht nur, sondern begann sie zu fühlen. Es waren nicht nur mehr Worte – es war die volle Wahrheit. Wahrhaftiges inneres Wissen, Vertrauen, Zuversicht – davon war ich erfüllt.

Da ich bis dato wirklich nicht wusste, was mich hätte glücklich machen können, war ich in alle Richtungen offen. Natürlich war auch der Traum von der Selbstverwirklichung, einem Leben in vollkommener Freiheit und Unabhängigkeit, noch da. Aber die Zeiten schienen erst einmal zu verlangen, dass ich zurück in die Arbeitswelt ging, um mir wieder eine Basis zu schaffen. Aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben.

Der Job den ich herbei rief

Das war vor einem Jahr. Heute sitze ich wieder am Schreibtisch. Ich musste nur ein halbes Jahr durchhalten, dann wurde ich von meinem Job gefunden. Er wurde mir quasi auf einem silbernen Tablett geliefert, und ich musste nur noch zusagen. Aus irgendeinem Grund wussten alle Beteiligten, mich eingeschlossen, dass ich die Stelle so oder so bekomme, noch ehe ich mich überhaupt vorgestellt hatte. Das Gefühl, kämpfen und konkurrieren zu müssen, blieb vollkommen aus.

Es hatte mir immer wiederstrebt, mich auf Stellen zu bewerben, da ich wusste, dass ich nur eine von Hunderten war. Ich mag den Konkurrenzgedanken nicht und auch nicht die unangenehmen begleitenden Gedanken, die eine Absage meist mit sich bringt. „Jemand anderes hat den Job bekommen. Jemand anderes ist viel besser als ich. Ich bin nicht gewollt.“ Und irgendwann wird daraus „Mich will eh keiner. Ich habe keine Chance. Ich bin nicht gut genug.“

Ich kann nur sagen –  Ich bin sehr glücklich. Wir sind ein tolles Team. Ich wurde herzlich aufgenommen. Meine Arbeit, mein Wissen und Können erfahren Anerkennung und Zuspruch. Ich werde um meiner Selbst wertgeschätzt und das fühlt sich sehr gut an.

Hätte man mich damals gefragt, was ich mir unter einem neuen Job vorstelle, wäre ich bestimmt nicht auf diesen gekommen. Er ist spannend, abwechslungsreich und in gewisser Art und Weise auch noch spirituell. Und zu guter Letzt: das Geld stimmt auch noch.

Heute weiss ich, dass ich damals in meinem Job-Desaster genauso hätte denken können. Ich hätte es auch nur als Übergangslösung sehen und den passenden Job einfach erwarten können. Aber mich plagten zu viele Ängste und die Gedanken daran, was es für ein Job sein könnte.

Damals war noch nicht der richtige Zeitpunkt, diese Erfahrung machen zu können. Erst einmal musste ich lernen, mir einen guten Job zu gönnen und ihn für mich zu verlangen. Es mangelte mir an der Vorstellungskraft, dass es da draußen eine Alternative gegeben hätte, und dass Qualifikation nur nebensächlich ist. Und ich musste lernen, daran zu glauben, dass ich etwas kann. Diesen Prozess der Wertschätzung für mich selbst musste ich erst einmal anschieben und dann abschließen.

Mein nächster Halt ist übrigens jetzt: Vom Tellerwäscher zum Millionär. Die Ausgangssituation hat sich jetzt um einiges verbessert, und ich habe nicht den Druck, unbedingt der Situation entfliehen zu wollen. Derzeit bin ich da, wo ich bin, sehr zufrieden und glücklich.[:]

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